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- Weltumsegelung (26)
- 23.1.2008: Auf die andere Seite des Atlantik
- 21.11.2007: Sal im Kap Verde Archipel
- 21.10.2007: Leichte Winde tragen uns zu den Kanarischen Inseln
- 6.10.2007: 150 Seemeilen südlich von Gibraltar
- 17.9.2007: Das war`s...
- 29.6.2007: Sardinien – Sprungbrett zu den Balearen
- 10.6.2007: Sizilien – die Vulkaninsel
- 20.5.2007: Lefkas – letzter Stop in Griechenland
- 22.4.2007: Von Korinth bis nach Lefkas
- 30.3.2007: Die Ägäis im Frühjahr
Auf die andere Seite des Atlantik
23.1.2008 von goodlife-ontour.
Wir waren in Afrika.
30 Knoten Wind fegten über die Ankerbucht und eine Wetterberuhigung war nicht in Sicht. Dies musste der Tradewind sein, welcher in diesen Breiten von Mitte November bis in den April mit Beständigkeit blies. Wir brachten über eine Woche auf Sal zu, lernten Nenè kennen und leerten unseren Kleiderschrank aus. Gaben die Sachen an die Familie. Auch Yokos Kinderbett fand einen Abnehmer und hat jetzt seinen Platz neben einer am Lehmboden liegenden Matratze in einem Holzverschlag. Malstifte und Blöcke hatten wir bereits vorher in den Kanaren besorgt.
Wir entschlossen uns nicht auf weniger Wind zu warten und liefen nachts aus der geschützten Bucht. Ein kurzer Stopp in Sao Nicholao und schließlich noch die letzten 40 Seemeilen bis nach Mindelo, unserem Sprungbrett über den Atlantik. Die letzten 40 Meilen hatten es noch einmal in sich. 40 Knoten Wind sausten zwischen die Inseln hindurch und GOODLIFE nahm die seitlichen Wellen mit Bravour. Wale surften vor uns die Wellen hinunter und zeigten mir ihre großen Rückenflossen.
Auf dem Weg platzte die Frischwasserleitung unseres Bordnetzes und etwa 300 Liter setzten den Backbordmotor buchstäblich unter Wasser. Am späten Nachmittag liefen wir in Mindelo ein. Dort trafen wir alte Bekannte wieder und nachdem ich das Wasser im Motorraum abgepumpt habe, sprang sogar der Motor ohne Probleme wieder an. Glück gehabt.
Hier sahen wir ein Schiff welches ich bereits in Thailand und Ägypten knapp verpasst hatte. Die KUBLAIS KHAN II. Ins Leben gerufen von zwei Ossis aus Saalfeld, mussten wir einfach guten Tag sagen. Diesmal werde ich den Leuten aus Thüringen einen Besuch abstatten. Auf Marco Polos Spuren unterwegs sind sie letztes Jahr bis nach Rostock gesegelt. Nun befinden sie sich auf dem Weg nach Brasilien.
Brasilien?

Dieses Land war doch bis jetzt noch nicht auf unserer Liste aufgetaucht. Ich sah mir die Wetterkarten an, berechnete die Distanzen und redete mit Yvonne. Klarer Fall, Brasilien ist unser nächstes Ziel. Zwar ist das eigentlich nicht der kürzeste Weg in die Karibik aber Brasilien begeisterte uns sofort.
Schnell schlossen wir Freundschaft mit Axel, Peter, Günther, Rainer und der bunt gemischten Crew von der KUBLAIS KHAN II, verbrachten die Abende zusammen bei traditioneller Musik in der Hafenkneipe und als die Abschiedsparty gefeiert wurde war klar, wir sehen uns wieder in Brasilien.
An einem Sonntag machten wir die Leinen los und schoben uns aus der Bucht. Sofort nahm ich Kurs in Richtung Süden auf, denn ich wollte den Äquator zwischen 25 und 26 Grad westl. Länge überqueren um einen guten Winkel zu haben wenn schließlich auf der Südhalbkugel der zu erwartende Südostwind aufkommt. Die ersten Tage liefen gut, bei konstantem Nordostpassat kamen wir gut voran.
Nach knapp einer Woche erreichten wir die Doldrums. Früh am Morgen erwischte uns ein Tornadeo, mit 52 Knoten Windgeschwindigkeit fegte er über uns hinweg. das Rigg und der Mast zitterten. Ich konnte gerade noch zeitig genug reffen bevor uns die schwarze Wetterwand erreichte. Stunden später schlief der Wind ein.
GOODLIFE war schwer und wir kamen nur mäßig voran, Etmale von unter 100 Meilen in 24 Stunden wurden fast täglich gemessen. Mit Motorhilfe durchquerten wir in drei Tagen die Doldrums. Die Nächte waren pechschwarz von Regenwolken und Gewitter. Starker Regen ging über dem Meer und natürlich auf uns nieder. Goodlife wurde gewaschen und der ganze Staub aus Afrika abgespült. Der Äquator brachte neben der Bitte an Neptun uns immer gutes Wetter zu schenken endlich auch wieder etwas Wind. Doch statt der zu erwartenden Südostwinde bekamen wir fast Südwind. Das machte uns zu schaffen. Ein Katamaran läuft nicht so gut hart am Wind und somit hatte ich zu tun um genug vorzuhalten, das wir nicht an Fernando de Noronha, unserem Ziel in Brasilien, vorbeifuhren. Das kleine Vorstag, welches den Mast hält brach, doch ich konnte es mit Bordmitteln reparieren.

Die Wellen kamen etwas von vorn und es knallte hart zwischen den Rümpfen, 24 Stunden am Tag, es war schwierig drinnen zu schlafen, die Geräuschkulisse hielt uns wach. Ich begann die Tage zu zählen bis zu unserer Ankunft und fühlte das ich dringen eine Pause brauchte. Seit März waren wir nun kontinuierlich unterwegs und nach dem Trip war bereits wieder vor dem Trip. Es kam keine Ruhe in den Körper. in Brasilien wollen wir eine längere Pause einlegen und einfach mal entspannen,
Trotzdem gibt uns das Meer Freiheit und hilft unsere Träume zu verwirklichen.
Jedoch kam in mir der Gedanke auf, vielleicht doch einmal für ein paar Jahre in einem warmen Land zu leben, in einem kleinen Holzhaus zu sitzen und Yoko beim spielen zu beobachten. Doch schon oft hatte ich vom Segeln die Nase voll, speziell nach schwierigen Überfahrten, doch bereits nach ein paar Monaten Pause sieht die Welt oft wieder ganz anders aus und es zieht mich wieder hinaus aufs Meer, neuen Welten entgegen.
Also abwarten.
Erst gestern habe ich zu Yvonne gesagt: „Wir könnten doch im Juni nach Französisch Guyana fahren und 2009 die ganze Karibik absegeln bis nach Kuba, da wollte ich schon immer mal hin.“

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Sal im Kap Verde Archipel
21.11.2007 von goodlife-ontour.
19.11.2007 Sal im Kap Verde Archipel
6 Tage und 6 Nächte und die Umrisse der ersten Insel taucht am Horizont auf. Die Insel Sal ist die nordöstlichste der Inselgruppe, hier lassen wir den Anker fallen. Mein erster Gang zur Polizei, einchecken, und ich spüre sofort wieder Vertrautheit. Hier bin ich wieder dort wo ich sein will. Der Papierkram, Bootspapiere und Pässe stempeln, kostet komplett 1,- Euro.
Die Zeit steht still und was gibt es schöneres in der Welt als einfach dazusitzen und gelegentlich ein paar Fische zu fangen. Easy going ist angesagt.
Von hier trennen uns noch 2000 Seemeilen von Suriname, unserem ersten Stop auf der anderen Seite des Atlantik. Doch zuvor bleiben wir noch etwas hier in der Gegend. Erst in etwa 2-3 Wochen beginnt unsere Überfahrt.

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Leichte Winde tragen uns zu den Kanarischen Inseln
21.10.2007 von goodlife-ontour.
Leichte Winde tragen uns zu den Kanarischen Inseln. Der lange Stop in Marokko verzögert unsere Ankunft auf den Kanaren und wir schaffen es nicht rechtzeitig nach Gran Canaria. Meine Mutter, Kevin und Monty setzten mit der Fähre nach Lanzerote über und kommen uns so entgegen. Die Vulkaninsel bietet trotz schwarz/weiß Kontrast eine willkommene Abwechslung.
Nur vereinzelt finden wir Grün auf der Insel.
Erst 5 Tage später segeln wir alle gemeinsam nach Gran Canaria. 10-20 Knoten NNO Wind schieben GOODLIFE in knapp 24 Stunden die 120 Seemeilen bis nach Puerto Rico. Hier geht die Familie wieder von Bord und für uns beginnen die letzten Vorbereitungen für den Schlag über den Atlantik.
830 sm bis zu den Kap Verden, weitere 2000 sm bis nach Barbados, unseren ersten geplanten Stopp auf den karibischen Inseln.
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150 Seemeilen südlich von Gibraltar
6.10.2007 von goodlife-ontour.
150 Seemeilen südlich von Gibraltar laufen wir Mohammedia in Marokko an, nur 20 km nördlich von Casablanca finden wir hier einen guten Platz um den einsetzenden Südwind abzuwarten. Es bleibt Zeit um Casablanca zu besuchen und auch andere Segler stoppen hier auf dem Weg zu den Kanarischen Inseln.
Die Menschen hier möchten nicht gerne fotografiert werden. Neben dem Einzug des Fortschritts, stößt man auch auf Armut. Menschen liegen auf der Straße, betteln und ernähren sich aus Mülleimern.
Im Moment ist hier Ramadan, das heißt für die Muslime keine Essen und trinken, sowie keine Rauchen und kein Sex, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang.
Wir auf GOODLIFE sind wohlauf und gespannt auf den Trip zu den Kanaren.
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Das war`s…
17.9.2007 von goodlife-ontour.
Nach über 2.500 Seemeilen liegt das Mittelmeer hinter uns. In Ceuta einer spanischen Enklave an der Nordküste Marokkos bereiten wir GOODLIFE auf ihren Atlantikeinsatz vor. Bis heute hat uns das Boot nicht verlassen und so manchen Wind mit seinen Wellen abgewehrt, förmlich seine Haut für uns hingehalten. Hier im Norden Afrikas werden wir das Boot noch einmal checken, die Motoren streicheln und die Segel trocknen. Bis Weihnachten liegen noch unzählige Meilen vor unserem Bug, doch die weißen Sandstrände der Karibik locken uns über den großen Teich. Yoko kann laufen und verlangt nach Bewegung, so bleibt die Besatzung auf Trab, doch auch die Verantwortung ist gewachsen.
Jedoch der Drang nach Neuem und die Suche nach dem Paradies treibt uns weiter.

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Sardinien – Sprungbrett zu den Balearen
29.6.2007 von goodlife-ontour.
Wieder einmal wechseln sich Flaute und Gegenwind ab. Die Nacht ist ohne Mond und schlechte Sicht lässt Meer und Himmel zu einer dunklen Wand verschmelzen. Doch die Sonne bringt neues Licht und mit ihr zeichnen sich die Konturen der Insel Sardinien am Horizont ab.
Die Insel beeindruckt durch weite Landschaft. Der Blick schweift über das dünn besiedelte Land und die zerklüfteten Bergregionen.
Doch bereits nach wenigen Tagen, gerade als der straffe Mistralwind einschläft, eröffnet sich ein Wetterfenster mit leichten Ostwind. Dieses nutzen wir um die Insel Menorca anzusteuern. Doch wieder erwarten zwingt uns der noch immer straffe Nordwestwind hart an den Wind als wir die Südseite der Insel passieren. Erst in der Nacht dreht der Wind allmählich nach Ost und bringt die erwartete Brise. Menorca wir kommen.

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Sizilien – die Vulkaninsel
10.6.2007 von goodlife-ontour.
Nach zwei Tagen erreichen wir die Bucht von Siracusa. Die Überfahrt war geprägt von schwachen Gegenwinden und ein schnelles vorankommen war nur mit Hilfe der Motoren möglich. Wir besteigen den Etna, der größte Vulkan Europas. Auf 3000 Meter Höhe wird die Luft dünn und man kommt den Wolken näher. Wir besuchen auch die Bauern auf ihren Zitronenfeldern und verfolgen den Ausleseprozess dieses Exportgutes von Sizilien. Die ursprünglich geplante Route entlang der Südküste ändern wir und durchqueren nun die Strasse von Messina und machen einen Abstecher zu den im Norden vorgelagerten Liparischen Inseln. Auf der Insel Vulkano erreicht man den Kraterrand nur per Fuß, doch das schreckt uns nicht und wir werden belohnt durch einen fantastischen Einblick ins Kraterinnere.
Eine Nachtfahrt bringt uns zum Nordwestkap San Vito Lo Capo, unser letzter Stop in Sizilien. Von hier setzen wir nun nach Cagliari in Sardinien über.

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Lefkas – letzter Stop in Griechenland
20.5.2007 von goodlife-ontour.
Vier Wochen liegen wir nun in Lefkas. Die Marina bot uns optimale Bedingungen um ein paar angefallene Reparaturen zu erledigen. Doch nun sind die Arbeiten an Motor, Elektrik und einem gebrochenen Fenster beendet und der Überfahrt nach Sizilien steht nichts mehr im Wege. Etwa 280 Seemeilen ist die errechnete Distanz bis zur Bucht von Siracusa, an der Ostküste Siziliens.
Yoko nutzte die Zeit hier um das Boot zu erkunden. Oft wurde sie dabei von Vicky begleitet, welche in ihr einen neuen Spielgefährten gefunden hat. Für uns heißt es nun besonders aufpassen, den Yoko weiß noch nicht, das sie nicht schwimmen kann. Übermorgen passieren wir die Drehbrücke des Kanals und nehmen Kurs aufs offene Meer. Das Ionischen Meer soll gutmütiger und angenehmer zu besegeln sein als die Ägäis.

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Von Korinth bis nach Lefkas
22.4.2007 von goodlife-ontour.
An einem windstillen Tag nähern wir uns der Schleuse zum Korinth-Kanal. Der schmale Kanal erlaubt das Passieren nur in eine Richtung, doch wir haben Glück und nach nur 15 Minuten Wartezeit bekommen wir Einfahrtserlaubnis. Knapp 3 Meilen zieht sich der Kanal, welcher vor über 100 Jahren in den Fels gehauen wurde. Nur etwa 20 Meter breit ist die Fahrrinne, an deren Seiten sich die Felswände senkrecht gen Himmel schieben. Die Strömung trägt uns hinaus in den Golf von Korinth, und am ersten Abend suchen wir Schutz vor dem Wind in der großen Bucht von Andikirion. Yoko macht ihre ersten Gehversuche und erkundet das Boot. Über die verschlafene Insel Trizonia durchqueren wir die Brücke von Rion. Strömung und Wind bringen GOOD LIFE auf eine Geschwindigkeit von 12,2 Knoten. Der Golf von Patras öffnet uns das Tor zum Ionischen Meer und am 22.04.2007 laufen wir in die Marina von Lefkas ein.
Der nächste Schlag soll uns dann nach Sizilien bringen.

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Die Ägäis im Frühjahr
30.3.2007 von goodlife-ontour.
Wir verlassen Kos nach fast 6 Monaten. Es ist erst Ende März und das Wetter unbeständig. Flauten und Starkwind wechseln sich ab. GOOD LIFE bekam im Trockendock einen neuen Unterwasseranstrich. Die Motoren wurden überholt und alles scheint für die nächsten Monate seetüchtig zu sein. Über die Inseln Leros, Lipso und Arki erreichen wir Ikaria. Die Wetterschmiede um Ikaria hält auch gleich bis zu 45 Knoten Wind für uns bereit. Der Hafen bietet wenig Schutz und wir entscheiden um Mitternacht auszulaufen. Eine stürmische und nasse, jedoch schnelle Überfahrt trägt uns bis nach Mikonos. Nach einem Stop auf Siros und Kithnos liegt, etwa drei Wochen nach dem Auslaufen aus Kos, der Korinth-Kanal voraus.
Alle an Bord haben ihre Seebeine wieder und doch sind wir froh diese Etappe geschafft zu haben.

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